Kalkstein 26. Juli 2007

Anfrage zur Verlegung Kalksteinplatten

“ein Herr aus Hamburg fragt uns an”

Guten Tag,

habe als Privater zufällig Ihren Internet Shop gefunden. Mich interessieren
die schwarzen Kalksteinplatten für außen 60x30x2,5-3,5.
Wie sind diese denn zu verlegen und die Fugen auszubilden? Im Dickbett?
Braucht man Beton als Unterlage? Kann man Fugen auch mit einem Epoxydgemisch
verfugen? Kann man die Platten mit einem Mittel einlassen, um es zumindest
zeitweise vor Vergrünung zu schützen? Ist das sinnvoll?

Danke für Mühe bei der Rückanwort!

Mit freundlichem Gruß

Unsere Antwort:

herzlichen Dank für Ihre Anfrage.
Generell gibt es mehrere Möglichkeiten die Platten zu verlegen.
Die Platten müssen nicht unbedingt auf einem Betonunterkonstruktion gelegt werden, diese Methode ist immer dann zu empfehlen, wenn hohe Anforderungen an Beständigkeit und Belastbarkeit gestellt werden.
Genau so gut können die Platten auf eine Kiesschüttung gelegt werden.
Die Verfugung richtet sich nach der Verlegeart, welches sich wie folgt darstellt:
Gebundene Bauweise, auf Beton Fundament.
mit einer 1-komponentigen, oder 2-komponentigen (bessere Entkopplung) Dichtschlämme abdichten.
In Mörtelbett (Einkornmörtel) verlegen,
Eventuell mit einem Oberflächenschutz vor Verfugung schützen
Verfugen mit einem Wasserundurchlässigen Fugenmörtel
Ungebundene Bauweise (Auf einer Schottertragschicht ca. 15 cm)

Verlegen in
Edelsplittbett ca. 5 cm (Basalt oder Granit), in einer Körnung von 2-5mm z.B. bei Polygonalplatten, oder Platten ab einer Kantenlänge von 40 cm

Kieselbett, Kiesel ohne Feinstanteil Korngröße 8– 16 mm (ideale Standfestigkeit)

Korngröße 4–8 mm (Erleichtert das einklopfen)
Eventuell mit einem Oberflächenschutz vor Verfugung schützen z.B. PCI Pavifix V
Verfugen mit einem Wasserdurchlässigen Fugenmörtel, z.B. Pavifix CEM
Alternativ Verfugung mit Kalksteinbrechsand, da dieser sich durch Zugabe von Wasser durch seine latent-hydraulische Eigenschaft nach geraumer Zeit selbst verfestigt. Das Auswaschen der Fugen wird wirksam verhindert und das Verfärbungsrisiko wird weitestgehend verhindert.
Es macht unter umständen Sinn die Platten zu imprägnieren, welches ein ansiedeln von Organischem zumindest einschränkt, ist aber kein muss. Hier sollten Sie sich bei den entsprechenden Chemiefirmen Rat einholen, wie z.B. PCI. Lithofin, quick-mix (tubag)


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Kommentare

5 Kommentare

  1. Als Steinlaie hätte ich da folgende Frage: Was sind denn Dichtschlämme?

    Kommentar von Alexander S. Krippahl am 26. Juli 2007 um 18:09

  2. Als Dichtschlämme bezeichnet man eine Mase bestehend ausausgesuchte Zemente, Mineralien und abgestimmter Zusätze, die als Wasseresperrschicht fungiert.

    Kommentar von Simon Kobel am 27. Juli 2007 um 14:07

  3. Hallo
    Habe diesen Artikel gelesen. Da ich mich augenblicklich für das Produkt PCI Pavifix CEM interessiere, ist mir aufgefallen dass Sie schreiben “wasserdurchlässig”.
    In der Produktinformation Nr. 257 von PCI steht “wasserundurchlässig”!

    MfG

    Kommentar von Franz Bast am 16. August 2007 um 15:23

  4. Hallo Herr Bast,
    vielen Dank für Ihre Kommentar! Sie haben recht, da ist uns ein Fehler unterlaufen. Der benannte Pflasterfugenmörtel ist wasserUNdurchlässig.
    Viel Erfolg bei Ihrem Projekt!
    Guss

    Kommentar von Oliver Hönig am 22. August 2007 um 18:31

  5. hallo herr hönig, das pci material ist bei mir jetzt wasserdurchlässig, weil viele fugen im letzten winter rausgeflogen sind. würde ich nicht mehr empfehlen.

    Kommentar von karl schmitz am 10. Juli 2009 um 14:15

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