Terrassenplatten sicher auf Beton verlegen
Heute möchte ich an dieser Stelle beschreiben, wie man Natursteinplatten für den Außenbereich auf einer fertigen Betonplatte verlegen kann.
Auf den ersten Blick erscheint es, als sei dies eine sehr einfache Aufgabenstellung. Ich möchte Ihnen jedoch aus unserer langjährigen Erfahrungen mit dem Gewerbekunden erzählen, dass dies keinesfalls einfach ist. Es ist vielmehr so, dass bei der Verlegung von Naturstein Platten mit Mörtel auf einer Betonplatte oft große Fehler gemacht werden, die durch die Verwendung eines falschen Verlegemörtels oder durch eine falsche Art der Ausführung hervorgerufen werden.
Welche Fehler werden gemacht? Die typischen Fehler sind zum Beispiel, dass die Betonplatte, auf der verlegt werden soll, kein Gefälle hat. In manchen Fällen ist es sogar so, dass die Betonplatte Gefälle hin zum Haus aufweist.
Ein weiterer typischer Fehler ist es, dass ein Mörtel verwendet wird, der nicht für Naturstein geeignet ist und dann zur Entstehung von Verfärbungen führt.

Wie geht man also vor?
Im Idealfall hat die Baufirma die Betonplatte erstellt auf der Sie Natursteinplatten verlegen möchten. Wenn die Betonplatte kein ausreichendes Gefälle ausweist, können Sie mit einem geeigneten Mörtel das benötigte Gefälle selbst herstellen. Wir nennen hier mal nur ein Beispiel, es gibt natürlich auch noch andere vergleichbare Produkte. Genutzt werden kann zum Beispiel PCI Novoment M1 plus oder PCI Novoment M3.
Mit diesem Mörtel bekommen Sie das Gefälle von 1,5%, welches Sie benötigen, um die Natursteinplatten dann ordnungsgemäß zu verlegen.
Um das Eindringen von Wasser in die Betonplatte und auch an das angrenzende Bauwerk, also sprich ihr Haus zu verhindern, sollten Sie vor dem Auftragen dieser Ausgleichsschicht noch eine Abdichtung aufbringen.
Dies kann z.B. eine Dichtschlämme sein (PCI Seccoral-komplett-Dichtsystem)
Jetzt haben sie alle Vorbereitungen getroffen um die Terrassenplatten sicher zu verlegen.
Der nächste Schritt wäre nun, dass Sie den passenden Natursteinmörtel auswählen.
Hier kommt nun das ganz große Problem auf Sie zu, es werden sich nämlich beim Verlegen der Platten im Mörtel Hohlräume bilden. In diesen Hohlräumen wird sich später Wasser sammeln, welches dazu führt, dass es an der Oberfläche der Natursteinplatten dauerhaft zu sehr unschönen Verfärbungen kommt.
Um diese Hohlräume ganz auszuschließen gibt es mittlerweile einen neuen Verlegemörtel auf dem Markt, einen so genannten Fließbettmörtel. Der Fließbettmörtel hat die Eigenschaft, dass die Hohlräume beim Einklopfen der Platte von selbst verschwinden. Das heißt wir haben einen optimalen Zustand erreicht, zwischen Platte und Betonuntergrund ist der gesamte Zwischenraum zu 100% mit Mörtel ausgefüllt. Es ist also überhaupt kein Platz mehr übrig, an dem sich Wasser ansammeln könnte, was dann zu den unerwünschten Verfärbungen an der Plattenoberseite führen würde. Fließbettmörtel zum Beispiel (PCI Carraflott).
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Kommentare
3 Kommentare
Ich erarbeite gerade eine Expertise über einen Quartzit Grossformat-Belag, EFH in Baselland, 300 Stück 70×70 cm Platten, 20 mm dick, auf 3 Geschossen. “Brown” Quarzit von Indien. Fast alle Platten weisen Verfärbungen auf. Der Verlegemörtel wurde nicht flächig verlegt, sondern pro Platte mit 9 etwa CD-grosse “Mörtelpatchen” aufgetragen. Diese jeweilen 9 Kreise sieht man auf der Oberfläche als Verfärbungen (heller als Ursprungsfarbe), trocken sofort etwa 47 Platten ( 15 %) und wenn feucht/nass gemacht auf praktisch allen Platten. Mit Lithofin und anderen Produkten wurde seit nach der Erstellung der Platten bis heute 3 mal versucht die Platten zu reinigen und wieder zu imprägnieren aber ohne jeden Erfolg. Zudem ist die Fleckenempfindlichkeit fast überall vorhanden, da keine einheitliche Imprägnierung erreicht wurde. Interessanter diesbezüglicher Test mit “Auflegen von Salamischeiben und Reinigungsversuche nach 30 bis 60 Minuten” praktisch unmöglich!
Nun nuss ich den Bericht (Parteigutachten, zusammen mit einem guten Anwalt für die Klägerin = Eigentümerin des EFH) nocn fertig erstellen.
FAzit ist für mich: alle Platten müssen raus und neue fachgerecht verlegen, inkl. richtige Imprägnierung aufbringen.
mfg Hans-Ulrich Aeschlimann, Consulting Civil Engineer M.Sc. ETH SIA-STV-usic-WTA (Mitglied 6 AG’s)-TÜV zertifiziert & Gerichtgutachter, Prof. TS emerit. CH-4153 REINACH & 4153 Münchenstein.
hu-aeschlimann@swissonline.ch
Weitere Angaben zu meiner Tätigkeit:
3 Links im Internet über meine Tätigkeit, jeweilen nach Hans-Ulrich Aeschlimann suchen:
http://www.usic-engineers.ch = usic (Ingenierbüros)
http://www.swissexperts.ch = STV Expertenkammer (5 Jahre Vorstandsmitglied Schulung und Ausbildung)
http://www.swiss-experts.ch = SKGE Gerichtsexpertenkammer
Hallo! Wir möchten bei uns in Caslano auf eine bestehende Betonterrasse im Erdgeschoss diese Naturstein-Gartenplatten (unterschiedliche Grössen und Formen, ich weiss nicht wie sie heissen, sie führen auch durch den Rasen) verlegen. Kann man das selbst machen? Wenn nicht, frage ich einen Gärtner oder einen Plattenleger an? Und was kann das kosten? Danke!
Hallo liebe Cri,
ich möchte Ihnen empfehlen einen qualifizierten Plattenleger hinzu zu ziehen. Die Verlegung von Natursteinplatten auf einer Betondecke ist etwas für Bau-Profis!
Der Ärger mit Verfärbungen kann sonst alle Freude am gesparten Geld wieder zunichte machen.
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