Die Fuge
Ein Musikstück, oder doch nur ein Zwischenraum ?
Information über die Fuge im Natursteinbreich zu finden ist oft eine undankbare Aufgabe, die jedoch von großer Bedeutung ist und dem Projekt das letzte “i” Tüpfelchen gibt. Was ist denn überhaupt eine Fuge, wofür brauche ich die, geht es auch ohne? Das Verfugen bestimmt maßgeblich das Bild einer verlegten Fläche. Fugen lassen Räume größer oder auch kleiner wirken. Große Platten geben kleinen Flächen eine größere Ausstrahlung. Die Fuge ist der Zwischenraum zwischen den Platten, die Fuge verhindert zum Beispiel das Kollidieren zweier Platten. Bei mit Sand gefüllten Fugen siedeln sich im Außenbereich die verschiedensten Wildkräuter an, wenn man Glück hat, auch seltene
.Hier kann das Verfugen mit einem Natursteinmörtel Abhilfe schaffen. Ach ja, bei rauen Oberflächen empfiehlt es sich mit einem Kännchen zu verfugen und nicht wie üblich über die ganze Fläche einzuschlämmen
Eine Fuge kann aber auch bewusst bepflanzt werden, zum Beispiel bei Polygonalplatten.
Deren breite Fugen eignen sich hervorragend für die Bepflanzung mit Quendel,
ein Gewürz, das durchaus Trockenheit verträgt und einem die Begehung nicht übel nimmt.
http://www.bluetenblatt.de/ Hier gibt es Stauden in Hülle und Fülle.
Eine Dehnungsfuge gleicht Temperaturschwankungen, sowie das Quellen und Schwinden starrer Bauteile aus, die sonst rissig werden würden. Auf diese Art und Weise bleiben sie “elastisch”.
Aus den Fugen ergeben sich unterschiedlichste Verbände, um hier einige zu nennen: Römischer Verband, Versetzter Verband, Kreuzfugen Verband, Polygonaler Verband mit gesägten oder gebrochenen Kanten, Block Verband oder den Fischgräten Verband. Mit der ein und derselben Steinart können also die verschiedensten Muster hergestellt werden.
Fugen ergeben ein Gesamtbild, eine Fuge kann mit dem Auge, oder auch Finger verfolgt werden. Eine Fuge kann man fühlen. Durch die Fugen lassen sich überhaupt erst die Anzahl der verlegten Steine zählen. Wenn es mal länger dauert….Sie wissen schon wo ich meine………
Eine Fuge kann farbig gestaltet werden. Dick oder Dünn, hängt von der Plattengröße und Oberflächenbearbeitung ab.
In England werden die Fliesen im Innenbereich gerne mit minimaler Fuge gelegt, Unebenheiten werden einfach abgeschliffen – es lebe der mediterrane Stil. Auch großformatige Platten, zuletzt gesehen bei einer Führung im „Schloss Salem“, entzückten ohne große Fuge. Da war sicherlich keine Fußbodenheizung eingebaut.
Mit was fülle ich die Fuge? Mit einem Natursteinfugenmörtel? Oder wie die Schweizer mit Quarzsand? Auf unserer Homepage steht Kalksteinbrechsand, der sich durch seine latent hydraulische Wirkung mit der Zeit verhärtet, auch das ist eine Frage, die uns bei der Verlegung beschäftigt.
Unebenheiten werden ebenfalls durch eine Fuge entschärft.
Platten können diagonal verlegt werden, hierbei wird erst die Längs- und Querachse der Fläche gezogen und dazwischen Linien im 45° Winkel, an denen man die Plattenreihe gerade anlegt.
Bei einer Fuge herrscht Ordnung, bei gleichgroßen Fliesen ist auf durchgehenden Fugenverlauf an Wand und Boden zu achten.
Die erste Reihe ist die wichtigste, die mit einer Richtschur oder Richtlatte perfekt wird.
Natursteine werden übrigens nicht mit einem Sanitärsilikon verfugt, hier gibt es spezielle Silikone für Natursteine.
Sie sehen, eine Fuge ist nicht nur ein Musikstück, sondern noch viel viel mehr.
Was fällt Ihnen noch zum Thema “verfugen”ein?



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