Kalkstein, ein etwas anderer Naturstein
Kalkstein hat etwas Besonderes. – So wurde es mir von einem meiner Kollegen gesagt.
Auf meine Frage, was denn am Kalkstein besonderes sei, bekam ich als Antwort: „Die Oberfläche“.
Also begann ich meine Recherche für den Lexikonbeitrag zu Kalkstein im Musterlager von jonastone. Dort habe ich erstmal verschiedene Kalksteine und andere Gesteinsarten befühlt und miteinander verglichen. Schnell konnte ich feststellen, das Kalkstein anders als z.B. Sandstein keine so raue Oberfläche hat; Kalkstein „kratzt“ nicht beim anfassen. Selbst ungeschliffene Steine sind sehr glatt. Beim Darüberfahren mit der Hand hat man das Gefühl eine gummierte Oberfläche zu betasten. Das mag auch durch die relative geringe Härte von Kalkstein kommen. Im Gegensatz zu Granit ist er deutlich weicher, in der Härte vergleichbar mit Finger- oder Fußnägeln (Wenn man seinen Fingernagel mit Kalkstein zu ritzen versucht, passiert nichts).

Kalkstein Kota Blue von jonastone
Kalkstein ist ein sehr vielseitiger und vielseitig verwendbarer Stein. Seiner Form- und Farbvielfalt sind kaum Grenzen gesetzt. Ob am Boden oder an der Wand im Innen- oder Außenbereich überall ist Kalkstein einsetzbar. Terrassen, Gartenwege, Trockenmauern, im Garten passt sich Kalkstein in jeder Anwendung harmonisch ein. An der Hauswand runden Umrandungen von Fenstern und Türen das Bild ab. Auch ganze Fassaden aus Kalkstein sind vorstellbar. Was auch immer sie verblenden möchten, Kalkstein sieht in Sockeln, an Treppen oder an anderen Stellen immer edel aus. Wenn man Kalkstein imprägniert oder versiegelt, ist er auch problemlos im Bad zu verbauen. Grenzen findet er nur dort, wo Naturstein als Arbeitsplatten zum Einsatz kommen soll, ob in der Küche oder als Werkbank.
Kalkstein Kota Black von jonastone
Die Schwäche von Kalkstein sind Säuren und saure Substanzen. Die meistens Körperseifen und viele Getränke sind leicht sauer und können den Stein anlösen. Sollte was auf den Kalkstein kommen, biete möglichst rasch wieder aufwischen, andernfalls können unschöne Flecken entstehen.
Im Außenbereich muss darauf geachtet werden, dass der Fuß des Materials nicht im „Wasser steht“ und eine gute Drainage vorhanden ist. Am besten legen sie Platten und Stufen in Edelsplitt. Dann kann das Wasser problemlos ablaufen und der Stein kann keine Feuchtigkeit aus dem Boden aufsaugen. Bei großen Flächen sollten sie darauf achten, dass die Flächen ein kleines Gefälle haben, damit das Wasser ablaufen kann. Ansonsten gilt was bei Travertin auch gilt: nutzen sie für die Verlegung nur dafür ausgewiesene Natursteinmörtel. Zementschleier dürfen auf Grund der Empfindlichkeit gegenüber Säuren nur mit reichlich Wasser entfernt werden, da handelsübliche Entferner säurehaltig sind. Für weitere Tipps zur Verlegung lesen sie die Tipps am Ende des Travertin, Antikmarmor Blogs.
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