Mauern aus Sandstein – Firma Deister
Sandstein ist ein wunderschönes Natursteinmaterial und ich freue mich, Ihnen hier ein echt gelungenes Projekt einer unserer Landschaftsgärtnerkunden vorstellen zu dürfen. Es handelt sich um mit Sandstein verblendete Mauern und eine Treppenanlage, die im Rahmen der Neuerstellung dieser Gartenanlage erbaut wurde.
Hönig: Hallo Herr Deister. Danke, dass Sie für dieses Interview zur Verfügung stehen und dass Sie uns die ansprechenden Bilder zur Verfügung gestellt haben.
Hönig: Wo ist dieses tolle Projekt erbaut worden?
Deister: Das Projekt ist in der Pfalz, circa 30 km westlich von Mannheim in Altleiningen. Es wurde auf einem ehemaligen Wiesengelände errichtet und es ist ein privater Neubau, für den wir die komplette Gartenanlage erstellt haben.
Hönig: Um was für ein Material handelt es sich hier genau, Herr Deister?
Deister: Es wurde Pfälzer -rot bunter- Sandstein verwendet.
Hönig: Was sind die Vorteile von diesem Material und warum haben die Kunden bzw. sie diese Auswahl getroffen?
Deister: Die Bauherren wollten auf jeden Fall einen der Landschaft angepassten Baustoff haben, nach einiger Beratung haben wir dann zusammen diesen roten Sandstein ausgewählt. Die Vorteile des Sandsteins sind auch, dass er leicht bearbeitet werden kann. Das Material ist regional verfügbar und unserem Kunden hat insbesondere die lebhafte Struktur dieses Sandsteins sehr gut gefallen. Somit stand die Entscheidung dann fest.
Hönig: Das sind überzeugende Vorteile, die sie hier nennen. Ganz ehrlich gesprochen, gibt es auch Nachteile, die Sie als Gartenbau-Profi an dem Material Sandstein erkennen können?
Deister: Da es sich um ein Weichgestein und nicht wie z.B. bei Granit um ein Hartgestein handelt, muss man schnell damit rechnen, dass sich Flechten ansetzen werden. Das heißt, der Sandstein bleibt eben nicht genauso, wie er jetzt hier auf den Bildern aussieht. Er wird sich im Laufe der Jahre seiner Umgebung anpassen und er wird sich farblich verändern. Aber Sie kennen das ja von vielen alten Bauwerken, die aus Sandstein erstellt wurden.
Hönig: Herr Deister erzählen Sie uns bitte etwas über die Technik, wie wurden diese Mauern genau erstellt, wie kompliziert ist das? Es ist für unsere Kunden immer wieder wichtig, solche Hintergrundinformationen zu bekommen.
Deister: Ganz klar ich verstehe Ihr Ansinnen. Sie haben sicherlich Kunden die einiges selber machen und andere die es dann eben doch lieber den Fachfirmen überlassen möchten. Da muss man vorher abschätzen können wie schwierig es überhaupt ist, so ein Bauwerk hinzustellen. Aber nun zu Ihrer Frage Herr Hönig.
Die Mauern wurden zweischalig gemauert und haben einen Kern aus Stahlbeton. Bei der sichtbaren Sandsteinverblendung handelt es sich um ein so genanntes unregelmäßiges Schichtenmauerwerk. Das heißt, es gibt immer einen ganz großen Stein und zwei kleinere Steinreihen, die in ihrer Höhe so groß sind, wie der große Stein. Vier Seiten der Sandsteine sind gesägt und die zwei übrigen Seiten sind abgepresst oder auch gespalten.
Hönig: Das klingt nicht gerade so, als könnte es man mal eben gerade an zwei Samstagen hinstellen?
Deister: Nein, da können Sie sicher sein. Um so ein Projekt zu erstellen, bedarf es einer ganzen Menge Know-how und dieses Projekt hier im Speziellen hatte 12 Wochen Bauzeit. Die Fertigstellung war im März 2006.
Hönig: Können Sie uns bitte auch noch für die Technik-Interessierten Leser einige Details über die auf den Bildern zu sehenden Blockstufen und über die Mauerabdeckplatten sagen?
Deister: Ja natürlich, gerne. Die Stufen sind als massive Blockstufen aus Sandstein ausgeführt worden. Diese Sandstein – Blockstufen sind allseits gesägt und haben einen Querschnitt von 15 x 35 cm. Die Mauerabdeckplatten, die Sie rundherum auf den Mauern sehen können, sind 8 cm hoch und 50 cm in der Tiefe. Sie haben beidseitig eine Wassernase und die Längskanten sind bossiert.
Hönig: Sagen Sie uns doch bitte was über die Verfugung Herr Deister.
Deister: Sämtliche Fugen wurden mit einem Trasszement Natursteinmörtel ausgeführt.
Hönig: Haben Sie das ganze Natursteinbauwerk imprägniert?
Deister: Nein, eine Imprägnierung wurde von uns nicht vorgenommen. Die Kunden möchten sowieso, dass sich die Natursteinmauern in ihr natürliches Umfeld einfügen, da darf die Mauer auch -wie ein Mensch- irgendwann ein wenig altern, das ist überhaupt kein Problem.
Herr Deister ich danke Ihnen, dass Sie uns dieses schöne Projekt vorgestellt haben und wünsche Ihnen viel Spaß bei ihren weiteren Natursteinprojekten.
www.deister-galabau.de
Deister Garten- und Landschaftsbau; 67311 Tiefenthal, Deutschland


Am 26. August 2008 um 11:55 Uhr
Eine wirklich sehr gelungene Arbeit- überhaupt zu diesem Anwesen sehr passend ausgewählt.
Auch der Kontrast der Materialien – sehr schön
von mir ein dickes +
Am 2. September 2008 um 18:26 Uhr
Vielen Dank!
Am 2. Oktober 2008 um 13:17 Uhr
Dch eine wirklich gelungene Arbeit und einsehr schönes Material.
Insgesamt sehr gelungen
Am 2. Oktober 2008 um 14:15 Uhr
Hallo Gala08,
danke für Ihren Lob! Vielleicht sind Sie ja Landschaftsgärtner? Wenn Sie mal zugesägte Platten oder auch Terrassenplatten aus Sandstein benötigen, dann kontaktieren Sie uns gerne wieder.
http://www.jonastone.de
Am 21. November 2008 um 15:46 Uhr
Hallo Herr Deister,
dies ist eine tolle Arbeit. Hier erkennt man den Fachmann, der alles
bis ins kleinste plant und ausführt. Wichtig ist es den Endkunden
auf die Eigenschaften von Naturstein hinzuweisen, auf die natürliche Schönheit , welches dieses Material hat. Bei Ihrem Objekt wirkt nichts
künstlich und es passt sich hervorragend der Umgebung an.
Nochmal meinen Glückwunsch zu dieser gelungenen Arbeit, aber ich
bin nichts anderes von Ihnen gewohnt.
Gruss
Dirk Scholl
Am 21. November 2008 um 17:36 Uhr
Oh,
da hat sich vermutlich ein zufriedener Kunde zu Wort gemeldet. Schön!