Natürlich, Unregelmäßig, Polygonalplatten
Sind sie auf der Suche nach einem Natur-Bodenbelag für ihre Terrasse oder ihren Gartenweg? – Dann empfehlen wir ihnen die Verlegung von Natursteinplatten.
Von den rechteckigen Standardplatten sind sie nicht überzeugt, weil sie sich nur in einem geordneten Muster verlegen lassen? – Vielleicht sind Polygonalplatten aus Naturstein dann das Richtige für sie.
Natursteinplatten überzeugen durch ihr natürliches, bisweilen auch rustikales Aussehen. Noch natürlicher, noch rustikaler sehen Natursteinplatten aus, wenn sie in einem polygonalen Verband verlegt sind. Bei der Verlegung von Polygonalplatten wird jede Regelmäßigkeit und jede Ordnung vermieden. Ganz bewusst werden nur asymmetrisch geformte Platten eingesetzt, die in einem wabenförmigen Muster ausgelegt werden. Das Erscheinungsbild der fertigen Fläche erinnert entfernt an einen Bienenstock und erzeugt bei vielen Betrachtern ein harmonisches Gefühl.
So naturnah der Charakter eines polygonalen Verbandes ist, so aufwendig ist die Ausführung des Bauvorhabens. Die Verlegung bedarf einer genauen Planung und eines hohen Materialeinsatzes.
Sehr wichtig für das Aussehen des Verbandes ist die Bearbeitung der verwendeten Polygonalplatten. Abhängig davon, ob die Platten gesägte Kanten haben oder ob sie handbekantet (gebrochen) sind, können unterschiedliche Fugenbilder gelegt werden. Gesägte Platten werden für sehr enge Fugen verwendet, während handbekantete Platten gerne für offene Muster eingesetzt werden.
Während der Verlegung müssen alle Platten nachbearbeitet werden, damit das Fugenbild gleichmäßig gestaltet werden kann. Dabei sollte das Ziel sein, die vorgegebenen, vieleckigen Natursteinplatten möglichst effektiv zu verlegen, damit nur wenig Verschnitt entsteht. Am besten legt man zuerst alle Platten auf einer freien Fläche aus und versucht auf der zu verlegenden Fläche ein möglichst enges Muster zu formen (bei sehr großen Flächen ist die Planung von einzelnen Abschnitten sinnvoll). Überlappende Ecken und Kanten werden je nach Plattentyp abgesägt oder abgeschlagen, damit die Platten zueinander passen. Anschließend werden die Platten nummeriert, in einen Verlegungsplan eingetragen und wieder aufgeschlichtet. Zum Schluss wird der Unterbau für die Verlegung vorbereitet und die Platten auf der Fläche verlegt.
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Damit die fertige Fläche ein optisch sehr ansprechendes Bild ergibt, sind einige Grundsätze für die Verlegung von Polygonalplatten zu beachten.
Abhängig von der Größe der Fläche muss die Plattengröße gewählt werden. Mindestens 0,25 m2 groß sollten die Platten sein, bei sehr großen Flächen sind größere Platten sinnvoll.
Für die Ecken und Ränder der Fläche sind fünfeckige Platten zu verwenden, in der Fläche selbst nur sechseckige.
Die Fugenbreite sollte einheitlich sein und so schmal wie möglich gehalten werden (1 – 1,5 cm), bei handbekanteten Platten können die Fugen auch etwas größer ausfallen.
Platten mit spitzen Winkeln (< 90°) sind zu vermeiden, rechte Winkel sind nicht erlaubt.
Bei der Verlegung dürfen keine Kreuz- und T-Fugen entstehen, auch sollten Fugen nicht über mehr als 2 Platten reichen.
Damit ein schöner, enger Verband entsteht, muss jede einzelne Platte per Hand nachbearbeitet und eingepasst werden. Dies führt zu einem hohen Materialeinsatz. Bei rustikalen, handbekanteten Platten rechnet man mit 10% Verschlag, bei gesägten Platten, die mit sehr dünnen Fugen verlegt werden sollen, muss mit einem Verschnitt von ca. 30% gerechnet werden.
Der Unterbau von Polygonalplatten kann unterschiedlich aufgebaut werden. Welche Unterkonstruktion sinnvoll ist, hängt von der Verwendung der Platten ab. Auf Terrassen und anderen großen Flächen werden die Platten üblicherweise auf Beton gelegt und mit Mörtel verfugt. Große Platten mit gleichmäßiger Dicke können auch auf ein abgezogenes Splittbett verlegt werden. Einzelne Trittsteine und schmale Gartenwege werden gerne in Sand gelegt. Auf den Boden selbst empfiehlt sich die Verlegung nicht, da die Platten aus dem Untergrund Feuchtigkeit ziehen können und sehr schnell mit Moosen und Flechten überwachsen werden.
Generell gilt, dass die Platten und der Unterbau mit einem Gefälle von 2 – 3° verlegt werden muss, damit Oberflächenwasser schnell abfliesen kann. Stehendes Wasser begünstigt den Pflanzenwuchs auf den Platten und kann zu Frostschäden führen.
Während auf Terrassen und befahrenen Flächen eine enge, geschlossene Verfugung mit Mörtel sinnvoll ist, können die Fugen von Gartenwegen offen gestaltet werden. Hier bietet es sich an die Fugen breiter zu lassen und die Zwischenräume mit Erde zu verfüllen. In die Erde können Gras und anderen robuste Pflanzen gesät werden. Wer keine Pflanzen in den Fugen will, kann statt Erde auch mit Sand verfugen.

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