Sandstein 20. Januar 2009

Indische Natursteinfliesen für die Schweiz

Liebe Leser,

An dieser Stelle darf ich Ihnen mal so ein typisches Projekt vorstellen, bei dem Standstein-Bodenplatten aus Naturstein für einen Kunde in der Schweiz produziert und dann von uns geliefert werden. Interessant an diesem Projekt sind die sehr großen Formate (rechteckige Formate, kein Römischer Verband) und die schöne farbliche Selektion dieses Sandsteins.

So fing alles an:

Passende Sandsteinblöcke wurden am Rande des Steinbruches ausgesucht. Um für die gewünschte Farbe das Rohmaterial besser erkennen zu können, wurde bei diesem Block Wasser über die Flanke geschüttet. Hierdurch lässt sich in einem gewissen Maße die Farbe besser einschätzen, da der natürlich vorkommende Staub weggewaschen wird und Farben intensiver werden.

Nachdem die zuvor ausgesuchten Blöcke vom Innenarchitekten “vorab” freigegeben wurden, haben wir einen ersten Block aufsägen lassen. Das Ziel hierbei ist es, einige Platten zu gewinnen, um dann letztendlich sagen zu können “ja dieses Material möchte ich für meinen Kunden haben”.

Sie werden jetzt einwenden, dass dies ja ein enormer Aufwand ist. Richtig, aber wir machen so etwas auch nur für große Projekte und für Kunden, die ganz exakte Vorstellungen haben. Ich für meinen Teil finde es interessant, denn man erkennt an diesem Beispiel was Naturstein für ein einzigartiges Material ist. Es ist eben kein Massenprodukt, wie z.B. eine Fliese aus dem Baumarkt….

Hier wurden in der Fabrik, die Platten so wie sie eben aus den Blöcken kommen auf den Boden gelegt. Der Architekt hat uns dann seine Vorgaben gemacht, welche Farbsortierungen er wünscht und welche nicht.

An solche Vorgaben halten wir uns. Und es sind nicht wenige Platten, die sortiert werden müssen. Bei diesem Projekt für Privatkunden in der Schweiz immerhin 334 qm Bodenfliesen für die Innenräume. Sie können vermuten, um was für ein Typ Haus es sich hier wohl handelt.

Bodenplatten 120x60x2cm, mit geschliffener Oberseite

Bevor wir die Platten dann verschiffen, werden größere Flächen ausgelegt und abfotografiert. Anhand dieser fortlaufenden Fotos überwachen wir die Farbnuancierungen. Der Architekt hätte jetzt noch die Möglichkeit bestimmte Änderungswünsche geltend zu machen.

hier sieht man die Platten in nassem Zustand.

Gemäß solcher Änderungswünsche würden wir dann kleinere Mengen von Bodenplatten deselektieren und noch mal neu produzieren.

Und keine Angst, weniger schöne Platten werden nicht weggeworfen, sie werden in Indien auf dem heimischen Markt verkauft. Dort sind die Ansprüche eben anders als in der Schweiz…

Sie hören wieder von mir, wenn diese Geschichte weitergeht.  Denn das oben geschriebene ist der Stand bis zum 20 Jan. 2009!


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