Zum jonastone-Jubiläum: Der vertraute Sandstein
Dass der Dresdner Neumarkt eine riesengroße Baustelle war, ist noch gar nicht so lange her. Die Frauenkirche, wie zahllose andere Bauten der sächsischen Landeshauptstadt weltberühmt, war bei der Zerstörung Dresdens zur Ruine geworden und sollte wieder aufgebaut werden. Teil des Millionenprojekts war, die noch existierenden Steine der Ruine mit Computerhilfe zu katalogisieren und festzustellen, welche für den Wiederaufbau zu verwenden waren. Die riesigen Steinregale füllten sich mit der Zeit, dann begann das Kirchengebäude neu an der Stelle emporzuwachsen, wo vorher die Ruine war. – Wer heute nach Dresden kommt, findet die Frauenkirche wieder aufgebaut. Ihre majestätische Kuppel krönt die weltberühmte Silhouette der sächsischen Landeshauptstadt.
Nicht nur die Frauenkirche, auch unzählige andere Gebäude der Stadt, bekommen durch Sandstein ihr charakteristisches Aussehen. Wer in den 1990er Jahren die Arbeit des Stadtparlaments verfolgte, wird sich daran erinnern, dass Baugenehmigungen für neue Häuser nicht selten auch mit der Frage zu tun hatten, ob Sandstein die Fassade des entsprechenden Gebäudes schmücken würde.
Die Dresdner Frauenkirche ist wieder aufgebaut worden. Sandstein prägt ihr Aussehen. Foto: Archiv/Timm
Sandstein zählt auch bei jonastone® zu den beliebten Produkten, in unserem Shop ist er aus Anlass unseres Jubiläums reduziert.
Was ist Sandstein? Wo kommt er her, was macht seinen Reiz aus?
Nach Angaben aus dem Mineralienatlas handelt es sich bei Sandstein um ein Festgestein mit gerundeten bis kantigen Körnern. Diese, so heißt es dort weiter, sind zwischen 0,063 mm und 2 mm groß. Im Gegensatz zu anderen Gesteinen sei Sandstein nicht durch einen bestimmten Mineralienabstand definiert. Hauptmaterial ist laut Mineralienatlas Quarz. Einzelne Körner könnten auch aus anderen Mineralien oder Gesteinsbruchstücken bestehen. Beinhalte ein Sandsein zu mehr als 90% Quarzkörner, werde er Quarzsandstein genannt.
Interessant sind die verschiedenen Sorten (Quelle ebenfalls der Mineralienatlas):
Kalksandstein: besteht aus Calcit und Quarz (mindestens 50%).
Grauwacke: dunkelgrau bis braungrau, polygenes Gestein mit Geröllen von Quarz, Kieselschiefer, Feldspat. Hervorgehoben wird Zerreibungsmaterial von Tonschiefer (mindestens 50 Prozent Gesteinsbruchstücke).
Arkose: meist grober Sandstein, der noch frische Feldspate (mindestnes 25%) und teilweise auch Glimmer führe, wie der Mineralienatlas erläutert. Es wird weiter erklärt, dass die Feldspate ein Anzeichen geringen Transports bei der Bildung seien.
Überall dort, wo Sandstein an historischen Gebäuden Verwendung gefunden hat, setzt ihm Umweltverschmutzung zu. Nach Informationen aus dem Freiburger Regierungspräsidium habe am Ulmer Münster das kalkige Bindemittel vieler Mauerquader sich durch den Eintrag von Schwefel aus der Luft zu Gips umgewandelt, “der sich ausdehnt und das Gestein auseinander platzen lässt”. Das zeigt: Naturstein ist kein totes Material. Er verändert sich, reagiert auf seine Umwelt. Für unseren Sandstein-Fliesen Yellow Mint Fossils empfehlen wir deshalb, das Material zu imprägnieren, das hilft, vor Schäden zu schützen.
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