Schiefer entfaltet kühle Eleganz: “Die hätten das auch gern zuhause”
Schiefer ist ein wiederkehrendes Gestaltungselement in den Stuttgarter Räumen eines jonastone-Kunden.
Stuttgarts Flaniermeile Königstraße verbreitet sommerliche Stimmung. Eisverkäufer haben Hochkonjunktur, die Springbrunnen geben einem im Vorbeigehen wenigstens eine Ahnung von Kühle. Geschäft reiht sich an Geschäft, dazwischen Cafés, auch die baden-württembergischen Ministerien haben hier ihren Sitz. Ein jonastone-Kunde hat sich für sein kosmetisches Fachinstitut also eine der besten Adressen ausgesucht. Nur wenige Schritte treppauf vom Straßengewühl entfernt nimmt einen schnell die angenehm kühle Eleganz seiner Räume gefangen. Hier können sich Frauen und Männer in allem, was mit Wellness und Schönheit zu tun hat, verwöhnen und behandeln lassen. Eine erfolgreiche Therapie beginnt damit, sich wohl zu fühlen – und das fällt in diesen Räumen überhaupt nicht schwer – im Gegenteil.
Eine Angestellte führt durch die Räume. Leise Musik spielt, auf einem großen Bildschirm in einem der Wartezimmer werden Bilder von einem Wasserfall gezeigt. Um den Bildschirm herum ist die Wand mit schwarzem Schiefer eingefasst. Das setzt sich in nahezu allen Räumen fort.
Auf die Kombination der Farben wird besonderer Wert gelegt.
Das Schwarz des Schiefers spielt mit grünen Accessoires – Handtücher in der Toilette, Trinkgläser. Die zweite Kontrastfarbe ist weiß, in einem der Behandlungsräume auch ein gelblicher Ton. Das Behandlungszimmer mit seiner Spezialliege wirkt privat, beinah intim: Der fensterlose und klimatisierte Raum ist nur ganz leicht beleuchtet. Der Schiefer ist fast bis in Brusthöhe auf den Wänden verlegt, in einer Ecke ist sogar eine Duschkabine eingebaut, die komplett mit dem Stein eingefasst ist. Für die meisten Behandlungen, sagt die Angestellte, wird sie aber gar nicht benötigt: “Wir verwenden pflanzliche Massageöle, die von selbst einziehen und nicht abgewaschen werden müssen.”
Das ästhetische Konzept für die im Februar 2009 eingeweihten Praxisräume stammt vom Hausherrn. Der Mediziner hat viele Arbeiten selbst ausgeführt und sich von Freunden und Bekannten helfen lassen. “Viele Kunden sagen, das hätte ich auch gern daheim”, erzählt die Mitarbeiterin des Mediziners über die Reaktionen auf die Ausstattung. Ihr Chef bestätigt den Eindruck. Er vermittelt die Interessierten weiter an einen Fliesenleger, der die Arbeiten in seiner Praxis ausgeführt hat. Dem Mediziner gefällt vor allem das Wechselspiel zwischen dem Anthrazit des Schiefers und dem Weiß der Wände. Für eine bessere Haltbarkeit hat der Arzt, der noch mit zwei weiteren Kollegen für seine Patienten da ist, die Natursteine imprägnieren lassen. In der Dusche, fügt er hinzu, sei eine gute Belüftung wichtig, damit vom Wasser keine Rückstände bleiben.
Das Schwarz-Weiß-Farbenspiel, die Arbeit mit dem Schiefer, findet sich in allen Räumen wieder. Arbeitsplatten sind damit eingefasst, Spiegel. Genaueres Hinsehen zeigt, dass Schiefer Geschichten erzählt: Linien, die in viele Richtungen gehen, sind wie Spuren in das Gestein eingegraben – ein schönes Bild für Zeitlosigkeit, für Ruhe. Zu welcher Behandlung auch immer die Kunden hierher kommen – am Ende kehrt jeder erfrischt und gestärkt ins Gewühl der Großstadt zurück.
Selbst Tische, auf denen Arbeitsmaterialien für die Behandlungen bereitliegen, sind mit Schiefer eingefasst.
Die geschmackvolle Gestaltung der Wartezonen zeigt, dass das ästhetische Konzept des jonastone-Kunden aufgeht. Schwarz und Weiß korrespondieren miteinander.
Der besondere Charakter des Steins wird in den Linien deutlich, die sich wie Lebensspuren hindurchziehen.
Privat, geradzu intim, ist die Stimmung im Behandlungsraum, dessen Gestaltung ebenfalls mit dem schwarzen Naturstein arbeitet.
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