Allgemein 9. Juli 2009

Marmor: „La Dolce Vita“ für Ihr Wohnzimmer

Dieser kleine Engel findet sich auf einem Friedhof in Südbaden. Es ist schön zu sehen, wie poliert Marmor ist. Foto: Archiv/Timm



Dieser kleine Engel findet sich auf einem Friedhof in Südbaden. Es ist schön zu sehen, wie poliert Marmor ist.  Foto: Archiv/Timm

Welche Assoziationen haben Sie, wenn es um Marmor geht? Gehen Sie, zum Beispiel, mit uns auf eine Reise nach Rom. Die ewige Stadt ist immer eine Reise wert – der unnachahmliche Flair aus Hektik, historischen Bauten, Cappuccino, Rotwein und dem Vatikan hat bislang noch jeden gefangen genommen. Rom ist so faszinierend, dass man immer wieder dorthin zurückkehren kann.

Unweit vom Tiber, nur wenige Schritte entfernt, bietet sich, um die Ecke biegend, ein unglaubliches Schauspiel: der Trevi-Brunnen, eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt, entfaltet seine ganze Schönheit. Hier kann man es aushalten: dem Spiel des Wassers zusehen, die Figuren studieren, die abenteuerliche Kulisse des aus einem Haus herausquellenden Kunstwerks auf sich wirken lassen. Informationen über das Meisterwerk von Nicolo Salvi sind im Netz schnell zu finden: Mit 26 Metern Höhe und 50 Metern Breite ist das Wasserspiel das größte und berühmteste der italienischen Hauptstadt. Entstanden ist der Brunnen 1732-62 im spätbarocken Stil. Materialien sind Travertin und Marmor; der Brunnen setze sich aus einer Palastfassade mit vorstehenden Triumphbögen zusammen, lautet eine der Beschreibungen. Meeresgestalten tummeln sich, allegorische Figuren. Eine alte Tradition ist der Glaube, eine ins Wasser geworfene Münze bringe Glück und erfülle einen Wunsch. Berühmt wurden die Filme „Drei Münzen im Brunnen“ (1954) und noch mehr Anita Ekbergs Bad im Trevi-Brunnen, das in Fellinis „La Dolce Vita“ (1960) bestaunt werden kann.

Wie wäre es, sich ein wenig vom Trevi-Brunnen nach hause zu holen? Die Rede ist von Marmor. Betrachten wir das Gestein einen Moment genauer: In einem Reiseführer  ist zu lesen, dass das Gestein seit über 2.000 Jahren mühsam aus dem Felsen geschnitten wird. Marmor gebe es in vielen Farben, Äderungen, Strukturen und Härtegraden, heißt es weiter. Man finde ihn in edel gestalteten Bädern, Fußböden und Wandverkleidungen wieder. Der italienische Carrera-Marmor werde nicht nur für Kunstobjekte, sondern auch für Calciumtabletten und Zahnpasta verwendet.

Marmor besteht, wie man weiter lesen kann, größtenteils aus Calciumcarbonat. Diese Verbindung sei organischen und anorganischen Ursprungs. Kalkhaltige Ablagerungen, wie Korallenriffe mit der Lebensgemeinschaft von Pflanzen und Tieren, seien im Lauf von Jahrmillionen durch tektonische Bewegungen in unterschiedliche Erdschichten geraten. Dort war es den Informationen zufolge hohem Druck und extremen Temperaturen ausgesetzt. Kalkgestein sei auskristallisiert und habe sich im Lauf von Jahrmillionen zu echtem, kristallinen Marmor entwickelt. Wo Kalkgestein weniger tief verschoben worden sei, kam es nicht zur Kristallisation. Der entsprechende Stein sei auch polierfähig und werde ebenfalls als Marmor bezeichnet. Er sei nicht so hart, aber dafür sehr farbig. Das Wort Marmor, heißt es außerdem, komme vom griechischen Begriff „marmoros“, der „glänzend“ bedeute.

Marmor werde in vielen Regionen der Welt gefunden: Italien, Frankreich, Belgien, Deutschland, Griechenland, Spanien und Portugal werden ebenso genannt wie die Türkei, der Iran, Indien und China. Marmor sei, da er seinen sehr geringen Porenraum bzw. eine glatte Oberfläche besitze, sehr frostbeständig.

Marmor, das sehr edle Gestein, ist auch bei jonastone zu haben. Zum zehnten Geburtstag ist unser Antikmarmor, Cleopatra getrommelt um 25 Prozent günstiger. Der Stein spielt mit edel gelblichen und rötlichen Tönen. Der Name erinnert vor allem an Kleopatra VII., die der letzte, weibliche Pharao war. Wer ein wenig forscht, findet schnell, dass sie Gaius Julius Cäsar und Marcus Antonius zu Geliebten und damit die mächtigsten Römer ihrer Zeit für sich gewann.

Am Fontana die Trevi jedenfalls kann man gut die Zeit vergessen. Den Leuten beim Münzenwerfen zuschauen, ein paar Schluck Wasser dabei trinken, etwas vom kleinen Obstwägelchen, das am Rand des Geschehens steht, kaufen. Das sind doch keine schlechten Assoziationen für Ihren neuen Wohnzimmerfußboden, finden Sie nicht?

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