Fast so weich wie Samt: Sandstein mit „easy-to-clean“-Oberfläche
Der Sand an der Ostsee hatte etwas. Begleitet vom sich wiederholenden Rhythmus der Wellen ließ sich gut die Zeit vergessen. Stundenlang haben wir als Kinder im Sommer Burgen aus Sand und Schlick an die Strände von Dierhagen, Graal-Müritz, Boltenhagen oder Kühlungsborn gebaut. Wenn alles fertig war, wurde mit der kleinen Sandschaufel einen Graben vom Meer zur Burg gezogen und abgewartet, ob das Wasser durch den Druck der Wellen bis in den aufgewühlten Graben fließen würde. Der Sand von damals kroch nicht nur in alle Ecken der Kleider, er war auch weich und bequem. Strümpfe und Sandalen zogen wir aus, bevor wir über die Dünen zum Strandkorb zogen.
Sandstein ist weniger vergänglich, als die Kinderburgen am Ostseestrand. Unzählige Kirchen und Kathedralen, die ihre Schönheit aus diesem Stein gewinnen, prägen unsere Städte. Manchmal haben Sandstein-Vorkommen ganzen Gegenden ihren unverwechselbaren Stempel aufgedrückt. Einige dieser Bauwerke sind weltberühmt geworden: Der wirklich beeindruckende Dom von Bamberg ist nur eines von vielen Beispielen – zum ersten Mal wurde an dieser Stelle vor rund 1.000 Jahren eine Kirche errichtet. Heute zählt dieses Bauwerk zu den UNESCO-Welterbestätten in Deutschland.
Sandstein ist nicht mehr nur den großartigen Bauten vorbehalten. Jeder kann sich das lebendige Material nach hause holen und damit Böden und Terrassen gestalten. „Aber Sandstein lässt sich doch so schwer sauber halten“, lauten Einwände, die die Verkäufer von jonastone immer wieder hören. Die Fläche sei uneben, Möbel fänden keinen sicheren Stand, die Oberfläche sei rau und eher unangenehm. Niemand wolle darauf gern barfuss laufen.
Das war einmal. Jonastone-Verkäufer und ein nordindischer Lieferant haben sich an einen Tisch gesetzt und ein Verfahren entwickelt, mit dem alle genannten Vorbehalte der Vergangenheit angehören. Ohne Anwendung von Chemikalien wird die Oberfläche des Sandsteins so verändert, dass Erhöhungen egalisiert werden, Vertiefungen aber erhalten bleiben. Die typische Naturstein-Optik bleibt trotz der beschriebenen Behandlung. „Easy-to-clean“ heißt das neue Produkt.
Dass die neue Sandstein-Oberfläche anders als das bislang Gewohnte aussieht, ist auf dem Foto deutlich erkennbar.
jonastone-Geschäftsführer Oliver Hönig zufolge sind die entsprechenden Platten 20% bis 30% Prozent günstiger als anderswo zu haben. So bearbeitete Sandsteine gibt es ausschließlich bei jonastone und können ab sofort bestellt werden. Bis 31. September 2009 gibt es einen Einführungsrabatt von zehn Prozent.
Der neuartige Sandstein hat noch einen weiteren Vorteil: Er ist fühlbar pflegeleichter. Zusammen mit der tief wirkenden Hightech-Imprägnierung ist das Sauberhalten ein Kinderspiel, denn die neue, imprägnierte Oberfläche ist unempfindlich gegen Schmutz, Fette, Öle oder Rotwein.
Dass unsere Ahnen, die die eingangs erwähnten Baudenkmäler errichteten, nicht selbst auf die Idee kamen, ihre Gebäude mit solchen Fußböden zu versehen, dürfte ein Zufall sein. Den samtweichen Ostseestrand konnten sie aber wenigstens auch schon genießen.
Diese Sandstein-Oberfläche sieht bedeutend anders. Der Stein wirkt weich und samtig.
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