Allgemein 21. Juli 2009

Der nachwachsende Stein Basalt ist Gestein des Jahres 2009

Basalt im Wohnzimmer

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Ausnehmend schön ist der Hell-Dunkel-Kontrast dieses Wohnraums.

Wort, Unwort, Baum, Vogel des Jahres – solche und andere Meldungen sind immer wieder in den Fernsehnachrichten zu hören. Was viele nicht wissen: Es gibt auch ein Gestein des Jahres. Basalt ist nach Sandstein (2008) und Granit (2007) von der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften (DGG) und dem Bundesverband Deutscher Geowissenschaftler (BDG) dazu gekürt worden. Geologin Monika Huch vom Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit der DGG erläutert, für den Titel „Gestein des Jahres“ würden Steine ausgewählt, die „häufig vorkommen“.

Basalt ist den Angaben zufolge von jeher ein beliebtes Baumaterial, etwa an der Burg Stolpen (unweit von Dresden). Dort ist der Name auch erstmals verwendet worden: Georgius Agricola hat  das Gestein des Berges, auf dem sich das Verbannungsdomizil der Mätresse von August dem Starken, Gräfin Cosel, findet, 1546 erstmals so genannt.

Basalt werden viele auch als Pflasterstein („Katzenbuckel“) kennen. Noch heute ist der Stein als Lückenfüller großformatiger Pflaster beliebt.

Dass Basaltpflaster bei Regen leicht glitschig wird, hängt damit zusammen, dass das Gestein Feuchtigkeit nicht aufnimmt, erläutert Monika Huch. Das Gestein werde auch Asphalt beigemischt und mache diesen widerstandsfähiger. Im Garten- und Landschaftsbau ist Basalt nach ihren Angaben ebenfalls in Gebrauch – als Schmuckpflaster und in ganzen Säulen. Auch zur Strandbefestigung ist er schon eingesetzt worden.

SäulenbasaltBasalt ist ein sehr widerstandsfähiges Gestein.


Basalt entsteht, wenn Lava austritt und kalt wird. Dass Island nur aus Basalt geformt ist, wissen viele. Calciumreicher Feldspat, Pyroxen und fein verteilte, eisenhaltige Minerale sind die Bestandteile des sehr widerstandsfähigen Gesteins.

Das Gestein des Jahres „kommt in Deutschland vor allem in einem breiten Streifen zwischen der Vulkaneifel und der Lausitz vor“, so die DGG. Genannt werden außerdem der Vogelsberg, die Rhön und der Hegau, ebenso der Kaiserstuhl (im Rheingraben, genauer: in Südbaden unweit von Freiburg).

Größte Besonderheit ist, dass Basalt nach wie vor neu entsteht, und zwar dort, wo Vulkane ausbrechen und Lava an die Oberfläche kommt. Diese Steine werden dann auch abgebaut, etwa auf Hawaii, wie Geologin Monika Huch erläutert.

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Auch als Terrassenstein ist Basalt wunderschön anzusehen.

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