Unternehmer erfüllt sich Lebenstraum und baut ein neues Schloss mit großem Garten
Ein ehrgeiziges Projekt: Das Neue Schloss Diez. Bauherr Marcus Frey will etwas Neues, Bleibendes schaffen.
Das sind schon Zahlen: 100 Meter Breite, 26 Meter Tiefe, 23 Meter Höhe wird das Neue Schloss Diez haben. Der fünfgeschossige Bau wird gerade zwischen Diez und Limburg an der Lahn geplant. Softwareunternehmer Marcus Frey ist der Bauherr und erfüllt sich einen Lebenstraum. Das Schloss soll einmal privat und gewerblich genutzt werden. Das neue Gebäude wird in einem Gelände von 70.000 Quadratmetern liegen – Grünflächen wird es geben, ein Park mit allem, was das Herz begehrt.
Die Planer des Neubaus setzen auf Naturstein. Von Sandsteinsäulen und einer Sandsteintreppe ist die Rede, das Dach soll mit Naturschiefer gedeckt und die Schlosshalle mit Marmor ausgelegt werden, auch Basalt wird verwendet.
Die Planer haben im April 2008 Richtfest für einen Werbeturm gefeiert, der auf zehn mal zehn Metern Grundfläche und 23 Metern Höhe einige Elemente des zukünftigen Schlosses sichtbar machen und zugleich als Baubüro dienen soll. Im obersten Stockwerk hat Bauherr Frey im Frühsommer selbst Fußboden aus Marmor verlegt. Später solle auch das Schloss auf 2.000 Quadratmetern mit diesem Boden ausgestattet werden. Der zukünftige Schlossherr hat zwei Jahre gesucht, bis er Marmor gefunden hatte, der den eigenen Qualitätsansprüchen genügte – und sich am Ende für eine Kombination von Fliesen entschieden, die aus Spanien und Italien stammen.
Einem gigantischen Puzzle mit 100.000 Teilen glichen die Pflasterarbeiten in der Allee. Gebrauchtes Basaltpflaster kam zum Einsatz. Das heißt, nur eine Seite der Steine kann nach oben zeigen. Und das auf 4.000 Quadratmeter Pflasterarbeiten im Rundbogen-Muster, eine sehr anspruchsvolle Aufgabe. Frey ließ die ersten Meter Pflaster sogar noch einmal herausreißen, weil sie „optisch nicht so schön waren“. Er sei aber sicher, dass sich diese Detailarbeit später auszahlen werde, so Frey. Diffizil waren auch die Vorarbeiten für das Pflaster. Wegen unregelmäßig beschaffenem Grund wurde teilweise bis zu drei Meter abgegraben und wieder aufbereitet. Dann folgte der Unterbau: 40-50 cm tief Erd-Zement-Kalkgemisch und einem zehn Zentimeter starken Feinsplitt-Bett boten die Grundlage für den Basalt, der nach dem Verlegen abgerüttelt wurde.
Sprecherin Petra Lahnstein sagte auf Anfrage zum aktuellen Bauzustand, derzeit liefen vor allem Arbeiten an den späteren Außenanlagen. Es würden Bäume gepflanzt und Leitungen verlegt. Wann der eigentliche Bau beginne, stehe derzeit noch nicht fest. Alles in allem geht es um ein Gesamtbauvolumen von 20 Mio. Euro.
Auch in der zukünftigen Empfangshalle des Schlosses soll einmal Naturstein als Boden verlegt werden.
Der Plan zeigt die Dimensionen des Projekts. Die Zufahrtsallee wird mit gebrauchten Basaltsteinen gepflastert – ein Puzzle mit 100.000 Teilen.
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