Mit indischem Sandstein schwäbische Terrasse verschönern
Indischer Sandstein macht diese Terrasse zu einem ganz besonderen Anblick.
Hochdorf (Riß) wirkt auf den ersten Blick ländlich. Samstagmittags hat der Bäcker zu, ein einsamer Trecker strebt ins Dorf, Gasthof und Schule träumen verlassen vor sich hin. Ein Bauer scharrt in der Dachrinne seines Hofs, zwei Straßen weiter schreit eine Bohrmaschine, mit der Pfosten für einen Windfang montiert werden, eine Frau packt eilig ihre Kehrichtschaufel und geht ins Haus – der Rasen ist akkurat geschnitten.
Das Ehepaar Stefanie und Martin Löffler wohnt mit kapitalem Hund und kleiner Tochter am Rand des Dorfs nur wenige Schritte entfernt. Die Hausherrin bittet auf die Terrasse: Die kleine Treppe zu der Freifläche ist mit Mint-Colour-Fliesen beklebt – wie die Terrasse selbst. Der Familienhund, ein edel-schwarz aussehender Mischling, und Hausherr Martin Löffler begrüßen den Fremden.
Das Lehrerehepaar hat im vergangenen Sommer das Projekt, den bisherigen, unschönen Betonboden unter Sandstein verschwinden zu lassen, in Angriff genommen. Sie hätten sich sowohl bei lokalen Anbietern als auch im Internet umgesehen, erzählen die Eheleute; anderswo sei Sandstein teurer und unübersichtlich präsentiert worden, berichtet Stefanie Löffler.
Der Hund der Familie fühlt sich auf der leicht rauen Oberfläche des Natursteins sichtlich wohl.
Der Vorbesitzer des Hauses war ein Betonbauer, der nicht nur die Terrasse, sondern auch ein Mäuerchen im Garten aus dem ihm vertrauten Baustoff gestaltete. „Das hat uns nicht mehr gefallen“, war die Meinung der beiden Hausbesitzer. Sie suchten einen Stein, der nicht allzu glatt ist – auf dem sich also auch der Haushund vernünftig bewegen kann. Die Löfflers prüften Alternativen, unter anderem auch Holz: „Das war alles teurer als Naturstein“, erinnert sich Martin Löffler.
Im Sommer wurde das Material mit Hilfe eines Fachmanns auf dem Betonboden verlegt. Die Treppe sollte eigentlich nicht mit ausgestattet werden – der Stein konnte aber Martin Löffler nicht anders disponiert werden – auch für Trittsteine im Garten und eine kleine Uferbalustrade am Gartenteich hat es noch gereicht. „Unter Umständen“, sagt Martin Löffler, „wollen wir mit der Gartenmauer weiter machen“. Die ist, nach wie vor, in Beton gehalten und zeigt, dass sie ein paar Jahre auf dem Buckel hat; auch ein paar ältliche Betonsteine liegen noch in einem der Beete.
Wenn der Mint-Colour-Sandstein nass sei, kämen die Farben kräftig heraus, sagt Martin Löffler über seine Terrasse, die mit einer ausgesprochen passenden, schwarzen Sitzgruppe möbliert ist. „Im Sommer“, fügt Löffler hinzu, „ist er dagegen fast weiß“. Unter den Nachbarn hat der erste schon begeistert auf die Veränderungen im Garten der beiden Lehrer reagiert. Die werden gewiss noch weiterbauen. Auf ihrer Gartenterrasse ist es schon jetzt wunderbar gemütlich.
Nass wirken die Farben des Steins kräftiger.
Die Platten reichten sogar für die Stufen der Treppe.





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