Travertin macht den schönen Wintergarten heller

Dieser schöne Wintergarten hat durch den Travertin sehr gewonnen.
Der Weg von München nach Starnberg über kleine Straßen ist immer wieder etwas besonderes. Es geht an Andechs vorbei, durch herbstfarbene Wälder an der Würm. Am Ortseingang von Starnberg die erste Siedlung. Im ersten Moment kommen einem die Thujahecken an den Grundstücken recht hoch vor. Doch allzu unpersönlich ist es auch nicht: Ein Mann, der zu seinem Auto geht, grüßt freundlich im Vorbeigehen. Maria und Konrad Müller bewohnen eines der Häuser, bewacht von einem Hund, der es sich am Hauseingang bequem gemacht hat und trotz Besuch dort liegen bleibt. Die Müllers bitten in ihren Wintergarten, es gibt Espresso und Peter Maffay singt Karats „Über sieben Brücken musst Du geh’n“ im Radio.
Der Wintergarten ist der ganze Stolz der beiden pensionierten Maschinenbauingenieure. Diesen Sommer haben sie ihrer Liebe zur Toskana Gestalt gegeben und den Boden des sehr angenehmen Raums mit Travertin ausgelegt. Der Stein wirkt hell, ist dabei alles andere als langweilig – ein paar wenige, dunkle Adern ziehen sich durch die Oberfläche. Vorher lagen rote Fliesen wie im angrenzenden Wohnraum, „das war uns zu dunkel“, sagt Maria Müller.
Die beiden haben alle Verlegearbeiten selbst erledigt. Für die Ingenieure ist der Römische Verband kein Fremdwort – auch das Problem, dass die größeren Platten dünner als die kleinen waren, haben sie gelöst. Ihr Mann habe eine sorgfältige Zeichnung gemacht, bevor die eigentlichen Arbeiten begannen, sagt die Hausherrin, das habe sehr geholfen.
Travertin ist ein sehr lebendiger Stein.
Waren im Internet zu bestellen, ist für das Ehepaar überhaupt nicht ungewöhnlich. Konrad Müller deutet voller Stolz auf eine in den Boden eingelassene, kombinierte Netzwerk- und Strom-Steckdose, so was müsse man heute schon haben. Müllers Ehefrau liebt den Raum ebenfalls: „Man hat immer Licht“, sagt sie, die es liebt, sich zum Lesen hier heraus zu setzen.
Vor der großen, zweiflügeligen Schiebetür wollen die Müllers im Frühjahr weitermachen und noch eine Terrasse anlegen. Gegenüber vom Haus, an der nächsten Wand, lehnt ein überdimensionales Thermometer – so kann man sehr bequem ablesen, ob es das richtige Wetter für einen Spaziergang an der Seepromenade ist. Ist es zu herbstlich oder noch kälter, können sich die Müllers ihren Geranien und den anderen Pflanzen im Wintergarten widmen. „Es ist schön, dass die Fläche so lebt“, sagt die Hausherrin. Verstecken müssen sich die beiden Ingenieure übrigens nicht: Die Natursteine sind absolut perfekt verlegt.
Der im römischen Verband verlegte Travertin sieht ausgesprochen elegant aus.
Mit dem neu gestalteten Wintergarten hat das Starnberger Ehepaar seiner Liebe zur Toskana Gestalt gegeben.
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