Cleopatra soll ohne Schaden bis nach Deutschland kommen

Cleopatra beim Hersteller. Aus den Bildern des Herstellers könnten Experten eine Menge herauslesen, sagt jonastone-Chef Oliver Hönig.
„Nicht immer“, sagt jonastone-Chef Oliver Hönig, „können wir, wenn es um ein neues Produkt geht, im Zuge der Markteinführung ins Herkunftsland fliegen“. Dennoch soll sichergestellt sein, dass die Natursteine nicht nur sicher ins Mannheimer Lager, sondern bis an ihren Bestimmungsort zu den Kunden kommen. Dass es Bruch gebe, betont Hönig, käme nur selten vor. Wenn doch einmal Platten beschädigt werden, gibt es Ersatzlieferungen bzw. Gutschriften. „Wir empfehlen allerdings auch, dass unsere Kunden die Lieferung bei Erhalt prüfen, bevor sie den korrekten Erhalt bescheinigen.“
Aus den Bildern lässt sich ablesen, wie der Cleopatra getrommelt ist.
Doch bevor Cleopatra Marmor beim Kunden eintrifft, ist ein längerer Prozess notwendig. „Wir bitten den Hersteller, von der Verpackung und den Natursteinen selbst möglichst gute Bilder zu machen“, erklärt Hönig. Dann werde, in sachlichen Verhandlungen von durchschnittlich einer Woche Dauer, die Art der Verpackung genau besprochen und „vom Lieferanten umgesetzt“, sagt Hönig.
Trifft die Ware dann in Mannheim an, macht jonatone-Verkaufsberater Simon Kobel Stichproben, die feststellen sollen, ob Natursteine zerkratzt oder zerbrochen sind. Würden zu viele Schäden festgestellt, gebe es mehr als nur Stichproben, die dann genau protokolliert werden, erläutert Hönig. Schließlich würde dann Material neu sortiert und umgepackt, damit die Kunden keine beschädigte Ware erhalten. „Das ist sehr selten“, fügt der jonastone-Chef hinzu, in letzter Zeit sei es „zwei Mal bei mehreren Zehntausend Quadratmetern Bodenbelägen“ vorgekommen. Entstandene Schäden würden dann mit dem Hersteller diskutiert und Zahlungen im Zweifelsfall entsprechend gekürzt. Im Zuge der Stichproben würde auch darauf geachtet, ob sich Farben oder Texturen der Steine änderten – und dann die entsprechenden Steine in den Musterschauen in Stuttgart und Mannheim ausgetauscht.
Ein altes Problem ist inzwischen aus der Welt geschafft: Kunden bestellten manchmal Mengen, die über die üblichen Kisten hinausgehen, fährt der jonastone-Geschäftsführer fort. Diese umverpackten Mengen hätten früher Schwierigkeiten gemacht, räumt Hönig ein. Deshalb habe jonastone „richtig Geld in die Hand genommen“ und verwende seit einem halben Jahr Kartons aus speziellem Material. „Da wird viel getan, um Bruch auszuschließen“, so Hönig.
Sachgerecht transportiert und verpackt, kommt Naturstein unbeschädigt bis zum Kunden.
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