Alternativen gefällig? Marmor würde passen!
Ein edler Stein: Marmor. (Bild: Fotolia)
Phantasiebegabte Menschen haben, wenn sie die repräsentative Treppe in einem tollen Schloss hinaufgehen, gewiss keine Schwierigkeiten sich vorzustellen, wie königliche Gewänder über den marmornen Boden rascheln. Wer Marmor unter seinen Füßen spüren will, muss nicht in einem Schloss zuhause sein – längst ist der Naturstein auch zu einer interessanten Alternative für den heimischen Fußboden oder die Terrasse geworden. Die Fülle der Angebote ist – wie meistens bei Natursteinen – verwirrend.
Marmor hat einen entscheidenden Vorteil: Er ist zwar säureempfindlich wie alle Kalksteine, lässt sich aber – am besten von einem Fachbetrieb – gut wieder aufarbeiten. Das hängt mit seiner kristallinen Struktur und seiner Härte zusammen. Marmor lässt sich gut polieren und mit einem speziellen Verfahren kristallisieren. Das ist von Vorteil, weil sich nach einigen Jahren Laufstraßen bilden können. Das bedeutet: Die täglich zurückgelegten Wege auf einem Boden beginnen, sich abzuzeichnen.
Gewiss, bei Marmor fallen einem auch die Künste ein: Michelangelo, der seinen Marmor aus der Toskana bezog. Heute ist die Auswahl nicht mehr auf Italien beschränkt – im Gegenteil. Einige, wenige Beispiele:
- Marmara White (Türkei), heller Grundfarbton, auch für den Einbau im Freien geeignet,
- Marrom Gualba (Brasilien), sehr gleichmäßiger Dekorstein, intensiv braun,
- Naxos (Griechenland), große Calcitkristalle,
- Norwegian Rose (Norwegen), heller Marmor mit rosa Partien – sehr attraktiv,
- Palissandro Azurro (Italien), graublauer Grundton, bräunliche Marmorierung,
- Rauchkristall Dunkel (Österreich), sehr edel, hellgrauer Marmor,
- Rosa Portogallo (Portugal), weißrosa mit schwarzen Streifen,
- Salome (Türkei), mittelgrau. Äderungen in den unterschiedlichsten Farben
An zweierlei muss immer wieder erinnert werden: Antikmarmor ist im geologischen Sinn kein Marmor, sondern Travertin. In einer Trommel werden die Platten künstlich gealtert – dieser Stein gehört zu den beliebtesten überhaupt.
Jeder Naturstein sollte, wenn er als Boden oder Terrassenstein genutzt wird, imprägniert werden. Das schützt zwar nicht vor allen möglichen Schäden, aber erleichtert die Pflege und kann – wie übrigens Polieren und Kristallisieren bei Marmor auch – wiederholt werden.
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