Aussenbereich 12. Mai 2010

Heimatlich: Dietfurter Kalkstein

Hier sehen Sie zwei Kalksteine in der Münchner Musterschau.  Dietfurter Kalkstein kommt aus der Nähe von Nürnberg.

Waren Sie schon einmal im Altmühltal? Unweit von Nürnberg findet sich nicht nur eine vielfach sehr hübsche Landschaft, sondern es wird auch Dietfurter Kalkstein abgebaut. Ohne ein Meer, das hier vor 180 Millionen Jahren die Erde bedeckte, würde Dietfurter Kalkstein nicht existieren: Er hat sich aus fossilen Resten von Meerestieren gebildet.

Dietfurter Kalkstein Gala ist nach Information der Hersteller witterungs- und frostbeständig. Sie können ihn also im Freien einsetzen. Ebenfalls aus Dietfurt kommt Dolomit – der ist aber kein Kalkstein, weil er zusätzlich Magnesium enthält und wahrscheinlich aus Kalkschlämmen entstanden ist. Dietfurter Kalkstein ist in jeder Form – von Abdeck- bis Bodenplatten über Blockstufen bis hin zu unterschiedlichsten Mauersteinen – zu haben.


Dietfurt gehört heute zu Treuchtlingen. Der Ort wurde das erste Mal Anfang des neunten Jahrhunderts erwähnt. Am Beispiel der Natursteine, die aus dieser Region kommen, lässt sich sehr schön zeigen, wie regionaler Baustoff ganze Landstriche geprägt hat. Das Jurahaus, auch Thema einer Ausstellung, verfügt über ein Kalkplattendach (und einen entsprechend massiven Dachstuhl), Kalkstein-gemauerten Erdgeschossen, Innen- und Obergeschosswände aus Mauer- und Fachwerk. Man findet es bis hinüber nach Kelheim, bis in den Kreis Roth, Ingolstadt und Regensburg. Allerdings wurde hier nicht Dietfurter, sondern Solnhofner Kalkstein eingesetzt.

Zuletzt sei noch daran erinnert, dass Kalkstein das Gestein des Jahres 2010 ist. Das ist sehr passend: Schließlich wird Kalkstein für eine Fülle von Zwecken eingesetzt. Stahlindustrie, Landwirtschaft, künstliche Baustoffe sind nur wenige Beispiele.

Geologen zählen übrigens auch Travertin und Marmor zu den Kalksteinen. Alle diese Natursteine reagieren empfindlich auf säurehaltige Flüssigkeiten.


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