Aussenbereich 14. Mai 2010

Mehr Stein aus Deutschland verwenden?

Buntsandstein zur Erhaltung des Freiburger Münsters muss derzeit aus dem Odenwald herbeigeschafft werden. Foto: Archiv/Timm

Seit 20 Jahren wird zunehmend weniger Naturstein aus Deutschland verarbeitet. Schritt für Schritt, sagt Rohstoffgeologe Wolfgang Werner vom Freiburger Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB), sagt, schon vor den chinesischen und indischen Herstellern (seit rund sechs Jahren) sei Granit aus Skandinavien in Deutschland verbaut worden. Die LGRB-Nachrichten aus seinem Haus berichten gar, dass die Zahl der Werksteinbrüche seit Anfang der neunziger Jahre um etwa die Hälfte zurückgegangen ist.

Seit vorigem Jahr gibt es nun eine Initiative, die zur „verstärkten Nutzung von heimischen Natursteinen in Denkmalpflege und Architektur“ führen soll. Derzeit, erläutert Werner, muss man den Buntsandstein für das Freiburger Münster aus dem nicht unbedingt nahen Odenwald holen. Auch der einstmals viel verwendete Pfaffenweiler Sandstein ist nach seinen Angaben seit den vierziger Jahren nicht mehr eingesetzt worden – viele Kreuze und Lettner der Region sind laut Werner daraus gestaltet.

Dass die Verwendung originaler Steine für historische Bauten sinnvoll ist, liegt auf der Hand – schließlich wird damit auch Baugeschichte sichtbar erhalten. Allein schon deswegen sollte man die Tatsache, dass es nicht nur in Baden-Württemberg bis heute abbaubare Natursteine gibt, nicht aus dem Blick verlieren.

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