Aussenbereich 12. Dezember 2011

Anders denken: Wandverblender aus Quarzit

So sieht Quarzit als Platte aus – Wandverblender sind bedeutend kleiner.

Anders denken soll ja manchmal helfen. Sagen die Philosophen, Politikexperten und andere kluge Leute. Wenn man aus Sackgassen nicht mehr herauskommt: etwas umdrehen, auf den Kopf stellen. Gewohnheiten durchbrechen: Warum also soll man jede Wand streichen, vielleicht erst noch mühsam tapezieren, wenn man es viel schöner haben kann?
Chemisch heißt unsere heutige Antwort auf die Frage, ob man immer alles wie gewohnt machen muss, Siliciumdioxid. Das steckt nämlich im Naturstein Quarzit – zu 98 Prozent. Das Material, durch Verwandlung (Metamorphose) aus Sandstein entstanden, ist unempfindlich und sehr hart – wenn man es nicht mit Tausalz in Kontakt bringt.
Und in welcher Gestalt kann man Quarzit verwenden? Abgesehen von den üblichen Platten und Fliesen gibt es Verblender – eine schöne Alternative zum üblichen Einerlei der Wandgestaltung. Der Grundriss entspricht ungefähr einem längs geteilten Schulheft (A5), die mauerzugewandte Seite ist glatt, die Frontseite naturbelassen, die Kanten sind gesägt. Die kleinen, handlichen Plättchen gibt es hier und dort auch als Module – so kann die Verarbeitung einfacher werden.
Gartenmauern, Schwimmbadeinfassungen, Kamineinrahmungen, Raumteiler – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, beim Kauf auf genaue Bezeichnungen zu achten: Woher kommt der Stein? Kann nachbestellt werden?
Mit einem fertig lieferbaren Mörtel lassen sich Wandverblender gut verarbeiten. Medien in der Wand dahinter sollten aber zugänglich bleiben. Trockenzeiten sollten übrigens exakt eingehalten werden; außerdem sollten Sie Wanndverblender wie jeden anderen Naturstein imprägnieren.

Wie gesagt, von Zeit zu Zeit sollte man mal anders denken. Die Einsichten sollen zuweilen befreiend sein, wenn die Zeit reif ist.

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